die beste Zeit

das Kulturmagazin im Bergischen Land

Die dritte Ausgabe der “besten Zeit”, Juli – September 2017, liegt in unseren Verkaufsstellen für Sie bereit. Erfreuen Sie sich an Geschichten, Reportagen, Kritiken und Kulturtipps aus dem Bergischen Land und darüber hinaus.

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, dass Kunst der Schlüssel zum Zugang für eine Region sein kann, das erfahre ich immer wieder durch meine Arbeit für den Skulpturenpark Waldfrieden. Jüngst waren es wieder Journalisten aus Brasilien, Mexiko, USA, Finnland und Japan, die kamen, um den Park zu besuchen. Einhergehend mit ihrem Entdecken dieses besonderen Kunstortes erkennen sie häufig erstmals, dass es auch ein Wuppertal gibt. Überraschung und Staunen machen sich dann breit, wenn sie neben Tony Cragg auch Pina Bausch und das in der Kunstwelt sehr bekannte Von der Heydt-Museum hier verorten können und wenn man je nach Schwerpunkt des Einzelnen immer noch eine weitere Überraschung aus dem Hut zaubern kann. Man gerät ins Erzählen und zählt gelegentlich mit Freude und etwas Stolz auf, wofür die Stadt noch bekannt ist oder wer sie bekannt gemacht hat. Neben der zum Teil weltweit wahrgenommenen Hochkultur ist es das vielfältige Wirken von Kulturschaffenden und Kulturvermittelnden, die dazu beitragen, dass aus Wuppertal eine kaum fassbare kulturelle Vielfalt sprudelt.

Zwei jüngere Künstlerpersönlichkeiten sollte man zukünftig mit aufzählen: Der Fotograf Tobias Zielony, 1973 in Wuppertal geboren, hat den Ruf eines neuen Bilder-Stars, der schon jetzt als Nachfolger von Larry Clark, Nan Goldin und Wolfgang Tillmans gilt. Die Von der Heydt Kunsthalle widmet ihm eine Ausstellung. Die junge Tänzerin Joy Kammin lernen wir durch ein Porträt von Karl-Heinz Krauskopf kennen. Geboren 1994 in Wuppertal, nach dem Studium in den Niederlanden und ersten Engagements führt sie nun ein Jahresvertrag bei der Inbal Pinto & Avshalom Pollak Dance Company nach Tel Aviv.

Die Sommermonate sind reich an neuen Ausstellungen, von denen ich zwei hervorheben möchte: Mitten in den Vorbereitungen zum „Skulpturenprojekt auf der Hardt“ starb Oswald Gibiec-Oberhoff Anfang des Jahres völlig unerwartet. Dennoch trägt die diesjährige Ausgabe seine Handschrift sowie das von ihm gewählte Thema „gebraucht“, mit Werken von zwölf Künstlern, die inmitten des Naturraums ab Anfang Juli präsentiert werden. Der Minimalismus ist die Stilrichtung, die Imi Knoebels Schaffen von den frühesten Anfängen bis zum heutigen Tag prägt. Seit er Mitte der 60er-Jahre als Student in den Kreis der jungen Künstler um Beuys eintrat, sind es nur wenige, dafür aber umso grundlegendere Fragen, denen sein Werk nachspürt. Eines der Hauptwerke aus jener Zeit ist die monumentale Installation „Raum 19“, die im Skulpturenpark Waldfrieden ab 15. Juli gezeigt wird.

KLANGART lockt mit einer Reihe von Stars, die der Einladung von Maik Ollhoff und E. Dieter Fränzel folgen: alle Meister an der vorwiegend akustischen Gitarre, werden im Juli und August keine geringeren als Al Di Meola, Salif Keita und Harold López-Nussa im Skulpturenpark Waldfrieden auftreten.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer!

Ihre Ruth Eising

Das Magazin erscheint quartalsweise. Wenn Sie das Magazin abonnieren wollen oder ein Abonnement (4 Ausgaben inkl. Versand innerhalb Deutschlands 23,20 Euro) verschenken wollen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf: info@schwebetal-verlag.de

Unsere Ausgaben können Sie hier als blätterbare Version an Ihrem Bildschirm ansehen.
April – Juni 2017 hier

September-Dezember 2016  hier
und unsere erste Ausgabe, Mai-August 2016 hier

Verkaufsstellen in Wuppertal, Remscheid, Solingen, Sprockhövel und Leverkusen:

Elberfeld Begegnungsstätte Alte Synagoge, Bloom Event, Buchhandlung Thalia, Buchhandlung v. MackensenBürobedarf Illert, Glücksbuchladen, Katis am Wall, Kunstgalerie Hashemi/Rathausgalerie, Milia‘s CoffeeTicket-Zentrale, Utopiastadt/Mirker Bahnhof, Von der Heydt-Museum/Museumsshop Barmen Bücherladen Jutta Lücke, Café & Buchhandlung im Barmer Bahnhof, DruckStock/Unterbarmen, Immanuelskirche, Köndgens Wupperliebe, Musikhaus Landsiedel-Becker, Skulpturenpark Waldfrieden Cronenberg Buchhandlung Nettesheim Ronsdorf Ronsdorfer Bücherstube Vohwinkel Buchhandlung Jürgensen, Friseursalon Capilli Remscheid Buchhandlung Thalia Solingen Kunstmuseum Solingen/ Museumsshop Sprockhövel Galerie Nasenberg Leverkusen Schloß Morsbroich

Zur Geschichte

Der Wuppertaler Galerist und Kulturschaffende H. P. Nacke, der das Magazin 2009 ins Leben gerufen und über viele Jahre hinweg mit viel Fleiß und Herzblut publiziert hat, gab im Sommer 2015 aus Altersgründen seine Druckerei auf. Mit dem Wegfall ihrer technischen Voraussetzungen war vorerst das Ende der Zeitschrift besiegelt. Im September 2015 erschien nach insgesamt 34 Heften die letzte Ausgabe der beliebten Kulturzeitschrift mit einem Themenheft zu Oskar Schlemmer. Zurück blieben eine treue Leserschaft und eine ganze Reihe von Autoren und Fotografen, die sich nicht ohne Weiteres mit der Einstellung der „besten Zeit“ abfinden wollten. So drang der Ruf zu uns, dem Schwebetal-Verlag, dieses Erbe anzutreten und die Zeitschrift weiterzuführen.

Der Verlag wurde im Jahr 2015 gegründet, von Menschen, die alle bereits über viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen der Medienwirtschaft Erfahrungen gesammelt hatten und sich nun mit überwiegend lokalen Projekten für die Stadt und die Region einsetzen. Ein Team von Kultur-Enthusiasten, die schon lange den Wunsch hegten, an einem Zeitungsprojekt dieser Art mitzuwirken. So fiel der Ruf auf fruchtbaren Boden und mit dem Segen von H. P. Nacke im Gepäck war schnell klar: Wir machen das! Dass wir das auch schaffen, dazu braucht es Hilfe von vielen Seiten – nicht zuletzt von Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, die wir für den Neustart der „besten Zeit“ begeistern möchten. Nur zusammen mit Ihnen wird es uns gelingen, „die beste Zeit“ in eine neue Zeit zu überführen.

Doch bevor das erste Heft in seiner neuen Form erscheinen konnte, waren wir zuallererst auf Inhalte angewiesen, die uns Redakteure und Fotografen zur Verfügung stellten. Es bereitet uns viel Freude und erfüllt uns mit Dankbarkeit, sowohl mit all denen zusammenzuarbeiten, die  bereits unter der Ägide von H. P. Nacke die Zeitschrift belebt haben, als auch mit einer Reihe von neuen Redakteuren und Beitragenden zu kooperieren. Die Kulturlandschaft im Bergischen Land ist sehr fruchtbar und so war es nicht allzu schwer, die passenden Themen für die erste Ausgabe zu finden. Etwa die wunderbare Tony Cragg-Retrospektive im Von der Heydt-Museum, die auch das Titelbild ziert; oder die Ausstellung „Plasters“ von einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts im Skulpturenpark Waldfrieden / Wuppertal, dem englischen Bildhauer und Zeichner Henry Moore. Wir danken Tony Cragg, der uns einen Text dazu zur Verfügung gestellt hat. Erwähnt sei auch der Beitrag über die fantastische Ausstellung zu Pina Bausch in der Bundeskunsthalle Bonn, die vor allem jene besuchen sollten, die schon immer einmal im Ensemble des Tanztheaters mittanzen wollten und hier, unter Anleitung von Tänzerinnen und Tänzern der Truppe, dazu die Gelegenheit haben. Oder das Geburtstagsständchen für Peter Brötzmann zu seinem 75., mit Fotografien von seinem letzten Konzert in Wuppertal, im Café ADA.

Die Herausforderung bei der Zusammenstellung der Zeitschrift war es denn auch nicht, genügend Themen für die Mai-Ausgabe zusammenzustellen, sondern bestand in der Auswahl dessen, welche Beiträge wir nicht mehr berücksichtigen konnten. Es war dabei auch weniger die Frage der Qualität eines Artikels als vielmehr die Anzahl der zur Verfügung stehenden Seiten ausschlaggebend. Aber es kommen ja, wenn Sie, verehrte Leserin und Leser es wünschen, noch ganz viele Ausgaben der „besten Zeit“ in den Handel. Vier Ausgaben pro Jahr sind geplant. Sie können sicher sein: Wir tun unser Bestes, um das Erbe H. P. Nackes, „die beste Zeit“, auch in Zukunft weiterzuführen. 

Wir wünschen Ihnen beim Lesen viel Vergnügen und hoffen, Ihnen zahlreiche Anregungen für den Besuch von Ausstellungen und Bühnen im Bergischen Land und darüber hinaus geben zu können. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören, und hoffen, weiterhin auf Ihr Interesse zählen zu können!

Willi Barczat, Rita Küster, Helmut Steidler und Juliane Steinbach.

Schwebetal Verlag Wuppertal
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