„die beste Zeit“, Ausgabe April-Juni 2019, liegt in unseren Verkaufsstellen für Sie bereit. Erfreuen Sie sich an Geschichten, Reportagen, Kritiken und Kulturtipps aus dem Bergischen Land und darüber hinaus.

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und unsere erste Ausgabe, Mai-August 2016

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, die vorliegende Ausgabe zeichnet sich aus durch produktive Vielfalt. Diesmal gibt es gleich drei Persönlichkeiten mit Anspruch auf das Etikett der „berühmtesten Elberfelder, die jemals in Vergessenheit gerieten“: Neben Else Lasker-Schüler und Helene Stöcker – beide inspirieren unser großes Festival Erinnern an die Zukunft vom 5. bis 28. Mai – soll das auch für den 1660 in Elberfeld geborenen „Niederländer“ Peter Schenck gelten. Er wird jetzt in einer Ausstellung des Von der Heydt-Museums gewürdigt.

Während Figuren der Beuys-Schülerin Hede Bühl den Skulpturenpark bevölkern, gibt es in den Räumen für neue Kunst ein Wiedersehen mit Werken der viel zu früh verstorbenen Wuppertaler Bildhauerin Ulle Hees: Ihre Skulpturen und Zeichnungen zu Else Lasker-Schüler und Helene Stöcker zeigen wir im Rahmen unseres o.g. Festivals (www.erinnern-an-die-zukunft.de).

Gern weise ich auch auf die Würdigung von „Europeras 1&2“ in diesem Heft hin: die beste Zeit beleuchtet die mutige und umstrittene Inszenierung im Wuppertaler Opernhaus. By the way: John Cage wurde für mich schon 1968 zu einem musikalisch-kritischen Idol. Ich hatte die Freude – als damals 15-jähriger jüngster Teilnehmer der „Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik“ –, den Komponisten persönlich kennen zu lernen. Er stellte vor allem spannende Fragen. Und er stand entspannt in der Tür, wenn die Häuptlinge der europäischen „Avantgarde“ ihre Hahnenkämpfe um die „richtige“ Antwort austrugen. Sein subversives Lächeln über jede Art von Dogma wurde auch für mich wegweisend – es gehört bis heute zu meinen hellsten Erinnerungen.

Dieses Heft spiegelt auch Originalität und Protest – in der Kunst wie im politischen Handeln „von unten“. Der unangepasste Geist der großen Töchter des Wuppertals, Else Lasker-Schüler und Helene Stöcker, aber auch ihrer Weggefährten wie Armin T. Wegner und Gustav Landauer verbindet sich im Mai 2019 zum einen mit musikalischen Uraufführungen, Filmen, Lesungen und Ausstellungen. Zum anderen gibt es in eben diesem Geist Begegnungen mit Zukunftsinitativen sozialer und ökologischer Bewegungen, z.B. der Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“, mit dem Frauenhaus Wuppertal oder mit Besetzerinnen und Besetzern des Hambacher Waldes. Dazu passt, dass sich so mancher Text der Dichterin Else Lasker-Schüler heute wie eine Vorahnung des Klimawandels liest.

Ich freue mich auch, mit welch großer Fantasie und gegenseitiger Unterstützung die Kulturschaffenden in diesem Jahr die rebellischen Töchter des Wuppertals feiern. Aber es ist an der Zeit, dass auch die Politik in unserer Stadt aktiv wird. Sie kann und soll mehr tun, als nur zuzusehen und sich damit zu schmücken, wie „Else“ und „Helene“ auf der Spielwiese der Kultur gefeiert werden. Eine Würdigung dieser beiden Frauen des Friedens und der Verständigung erfordert ein eigenes kommunalpolitisches „Geburtstagsgeschenk“ der Stadt. Weil Name und Werk beider Frauen für eine klare Absage an Hass, Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindschaft stehen und weil gerade Else Lasker-Schüler sich als „Prinz Jussuf“ aktiv für jüdisch-arabische Verständigung engagierte, soll der Rat der Stadt Wuppertal das Jubiläumsjahr dazu nutzen, um eine erste arabische Städtepartnerschaft mit der palästinensischen Stadt Dura in der Westbank zu eröffnen – zusätzlich zu unserer bestehenden Partnerschaft mit der israelischen Stadt Beer Sheva. (Mehr Infos: www.erinnern-an-die-zukunft.de)

Beide Partnerschaften stehen für Respekt – sie richten sich gegen niemanden. Deutsch-israelische und deutsch-palästinensische Partnerschaften gehören schon seit Ministerpräsident Johannes Rau zu den geförderten Zielen in NRW.

Ihnen allen wünscht einen schönen Frühling

Ihr Ulrich Klan

Ulrich Klan ist Musiker, Komponist und Pädagoge. Er ist Mitgründer und Vorsitzender der Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.

Verkaufsstellen in Wuppertal, Remscheid, Solingen und Leverkusen:

Elberfeld Bloom Event, Buchhandlung Thalia, Buchhandlung v. MackensenBürobedarf Illert, GlücksbuchladenKunstgalerie Hashemi/Rathausgalerie, Looping-ModeTicket-Zentrale, Von der Heydt-Museum/Museumsshop Barmen Bücherladen Jutta Lücke, Café & Buchhandlung im Barmer Bahnhof, DruckStock, Musikhaus Landsiedel-Becker, Skulpturenpark Waldfrieden, wubaGalerie, Cronenberg Buchhandlung Nettesheim Radevormwald  Museum für Asiatische Kunst  Ronsdorf Ronsdorfer Bücherstube Vohwinkel Buchhandlung Jürgensen, Friseursalon Capilli Remscheid Buchhandlung Thalia Solingen Kunstmuseum Solingen/ Museumsshop Leverkusen Schloß Morsbroich

Zur Geschichte

Der Wuppertaler Galerist und Kulturschaffende H. P. Nacke, der das Magazin 2009 ins Leben gerufen und über viele Jahre hinweg gemeinsam mit dem Kulturjournalisten Frank Becker (Herausgeber der Musenblätter) mit viel Fleiß und Herzblut publiziert hat, gab im Sommer 2015 aus Altersgründen seine Druckerei auf. Mit dem Wegfall ihrer technischen Voraussetzungen war vorerst das Ende der Zeitschrift besiegelt. Im September 2015 erschien nach insgesamt 34 Heften die letzte Ausgabe der beliebten Kulturzeitschrift mit einem Themenheft zu Oskar Schlemmer. Zurück blieben eine treue Leserschaft und eine ganze Reihe von Autoren und Fotografen, die sich nicht ohne Weiteres mit der Einstellung der „besten Zeit“ abfinden wollten. So drang der Ruf zu uns, dem Schwebetal-Verlag, dieses Erbe anzutreten und die Zeitschrift weiterzuführen.

Der Verlag wurde im Jahr 2015 gegründet, von Menschen, die alle bereits über viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen der Medienwirtschaft Erfahrungen gesammelt hatten und sich nun mit überwiegend lokalen Projekten für die Stadt und die Region einsetzen. Ein Team von Kultur-Enthusiasten, die schon lange den Wunsch hegten, an einem Zeitungsprojekt dieser Art mitzuwirken. So fiel der Ruf auf fruchtbaren Boden und mit dem Segen von H. P. Nacke im Gepäck war schnell klar: Wir machen das! Dass wir das auch schaffen, dazu braucht es Hilfe von vielen Seiten – nicht zuletzt von Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, die wir für den Neustart der „besten Zeit“ begeistern möchten. Nur zusammen mit Ihnen wird es uns gelingen, „die beste Zeit“ in eine neue Zeit zu überführen.

Doch bevor das erste Heft in seiner neuen Form erscheinen konnte, waren wir zuallererst auf Inhalte angewiesen, die uns Redakteure und Fotografen zur Verfügung stellten. Es bereitet uns viel Freude und erfüllt uns mit Dankbarkeit, sowohl mit all denen zusammenzuarbeiten, die  bereits unter der Ägide von H. P. Nacke die Zeitschrift belebt haben, als auch mit einer Reihe von neuen Redakteuren und Beitragenden zu kooperieren. Die Kulturlandschaft im Bergischen Land ist sehr fruchtbar und so war es nicht allzu schwer, die passenden Themen für die erste Ausgabe zu finden. Etwa die wunderbare Tony Cragg-Retrospektive im Von der Heydt-Museum, die auch das Titelbild ziert; oder die Ausstellung „Plasters“ von einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts im Skulpturenpark Waldfrieden / Wuppertal, dem englischen Bildhauer und Zeichner Henry Moore. Wir danken Tony Cragg, der uns einen Text dazu zur Verfügung gestellt hat. Erwähnt sei auch der Beitrag über die fantastische Ausstellung zu Pina Bausch in der Bundeskunsthalle Bonn, die vor allem jene besuchen sollten, die schon immer einmal im Ensemble des Tanztheaters mittanzen wollten und hier, unter Anleitung von Tänzerinnen und Tänzern der Truppe, dazu die Gelegenheit haben. Oder das Geburtstagsständchen für Peter Brötzmann zu seinem 75., mit Fotografien von seinem letzten Konzert in Wuppertal, im Café ADA.

Die Herausforderung bei der Zusammenstellung der Zeitschrift war es denn auch nicht, genügend Themen für die Mai-Ausgabe zusammenzustellen, sondern bestand in der Auswahl dessen, welche Beiträge wir nicht mehr berücksichtigen konnten. Es war dabei auch weniger die Frage der Qualität eines Artikels als vielmehr die Anzahl der zur Verfügung stehenden Seiten ausschlaggebend. Aber es kommen ja, wenn Sie, verehrte Leserin und Leser es wünschen, noch ganz viele Ausgaben der „besten Zeit“ in den Handel. Vier Ausgaben pro Jahr sind geplant. Sie können sicher sein: Wir tun unser Bestes, um das Erbe H. P. Nackes, „die beste Zeit“, auch in Zukunft weiterzuführen. 

Wir wünschen Ihnen beim Lesen viel Vergnügen und hoffen, Ihnen zahlreiche Anregungen für den Besuch von Ausstellungen und Bühnen im Bergischen Land und darüber hinaus geben zu können. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören, und hoffen, weiterhin auf Ihr Interesse zählen zu können!

Willi Barczat, Rita Küster, Helmut Steidler und Juliane Steinbach.

Schwebetal Verlag Wuppertal
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