„die beste Zeit“, Ausgabe Oktober- Dezember 2020, gibt es jetzt in unseren Verkaufsstellen. 

Erfreuen Sie sich an Geschichten, Reportagen, Kritiken und Kulturtipps aus dem Bergischen Land und darüber hinaus.

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Juli-September 2020  ·  April-Juni 2020  ·  Januar-März 2020
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September-Dezember 2016
und unsere erste Ausgabe, Mai-August 2016

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, dass Sie die neue „beste Zeit“ in den Händen halten. Zeigt es doch, dass Sie die Kultur in Wuppertal und in der Region noch nicht abgeschrieben haben, obwohl so vieles davon – nun schon seit mehr als einem halben Jahr – nicht stattfinden kann. Obwohl so viele Türen zu kulturellen Räumen so lange verschlossen waren und wir immer noch weit von dem entfernt sind, was wir uns wünschen: wieder unbesorgt aus dem Vollen unserer reichen bergischen Kulturlandschaft schöpfen zu können. Dass Theater, Konzertsäle, Clubs und überhaupt Kulturstätten jeder Art rappelvoll sind und dass wir sie mit Neugier, Vorfreude und ohne Unbehagen aufsuchen können. Um uns anregen, berühren, irritieren, aufwühlen und beglücken zu lassen, wie es nur das mit anderen Menschen geteilte Live-Erlebnis vermag.

Es ist kein Zufall, dass nun schon zum zweiten Mal in Folge die bildende Kunst in der „besten Zeit“ einen Schwerpunkt bildet. Ausstellungen, Museen, Galerien sind die Kulturorte, an denen die sogenannte „neue Normalität“ am ehesten Realität geworden ist; Orte, die wir mit Maske, Abstand und begrenzter Besucherzahl wieder einigermaßen unbefangen aufsuchen können. Wir stellen Ihnen die noch junge Galerie Friedrich+Ebert in Wuppertal vor, sprechen mit der Leiterin des Kunstmuseums Solingen Gisela Ehlbracht u.a. über die dortige „Internationale Bergische Kunstausstellung“ und besuchen den diesjährigen Kunstpreisträger Max Pimpernelli in seinem Atelier. Wir lassen den Maler Peter Schmersal, dessen Arbeiten die Stadtsparkasse Wuppertal gerade in einer großen Einzelausstellung präsentiert, selbst zu Wort kommen, blicken voraus auf „Vision und Schrecken der Moderne“ im von der Heydt-Museum und machen einen Ausflug an den Rhein zum Arp-Museum in Rolandseck.

Aber auch an anderen Stellen kehrt das kulturelle Leben aus dem digitalen Raum (oder gar dem Off) zurück, haben sich Veranstalterinnen und Veranstalter auf die neue Situation eingestellt. Kulturstätten wie das LOCH, der ort und viele andere haben auf weniger Publikum umgerüstet und machen trotzdem anspruchsvolles Programm. Mit „Future Now“ hat sogar wieder ein erstes Festival stattgefunden, über das die Initiatorinnen in diesem Heft selbst berichten. Das traditionsreiche Wuppertaler Jazzmeeting wird Corona zum Trotz auch in diesem Herbst stattfinden – mit neuem dezentralen Konzept. Die im Frühjahr ausgefallene Wuppertaler Literatur-Biennale wird in modifizierter Form Anfang November nachgeholt. Und auch das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch kehrt zurück auf die Bühne: mit einer aufwendigen Rekonstruktion von „Stück mit dem Schiff“ aus dem Jahr 1993, das seitdem nicht mehr in Wuppertal zu sehen war.

Von all dem berichten wir in dieser Ausgabe. Und möchten damit Lust und Mut machen, wieder „live“ am kulturellen Leben teilzunehmen – natürlich mit der Portion Augenmaß, Vor- und Rücksicht, wie es die Situation verlangt. Die Corona-Pandemie ist zweifellos eine Bedrohung von Riesenausmaß. Aber auch Besorgnis und Angst können riesenhaft werden und uns lähmen. Wie man mit Selbstvertrauen, Herzenswärme, Verstand und Zuversicht Riesen bezwingt und dabei noch fröhlich und bester Dinge bleibt – davon erzählt das Märchen „Das tapfere Schneiderlein“. Die wunderbare Fassung mit klassischer Musik aus der „Edition Seeigel“ stellen wir Ihnen zwar auf der Kinderseite vor – uns was vom Schneiderlein abgucken können wir aber ganz sicher alle. Und dazu ein frisches Brot mit Zwetschgenmus! Lassen Sie es sich schmecken.

Ihre Anne-Kathrin Reif

Verkaufsstellen in Wuppertal, Remscheid, Solingen und Leverkusen:

Elberfeld Bloom Event, Buchhandlung Thalia, Buchhandlung v. MackensenGlücksbuchladen, Looping-Mode, Von der Heydt-Museum/Museumsshop Barmen Bücherladen Jutta Lücke, Café & Buchhandlung im Barmer BahnhofMusikhaus Landsiedel-Becker, Skulpturenpark WaldfriedenCronenberg Buchhandlung Nettesheim Ronsdorf Ronsdorfer Bücherstube Vohwinkel Buchhandlung Jürgensen, Friseursalon Capilli Solingen Kunstmuseum Solingen/Museumsshop Leverkusen Schloß Morsbroich/Museumsshop

Zur Geschichte

Der Wuppertaler Galerist und Kulturschaffende H. P. Nacke, der das Magazin 2009 ins Leben gerufen und über viele Jahre hinweg gemeinsam mit dem Kulturjournalisten Frank Becker (Herausgeber der Musenblätter) mit viel Fleiß und Herzblut publiziert hat, gab im Sommer 2015 aus Altersgründen seine Druckerei auf. Mit dem Wegfall ihrer technischen Voraussetzungen war vorerst das Ende der Zeitschrift besiegelt. Im September 2015 erschien nach insgesamt 34 Heften die letzte Ausgabe der beliebten Kulturzeitschrift mit einem Themenheft zu Oskar Schlemmer. Zurück blieben eine treue Leserschaft und eine ganze Reihe von Autoren und Fotografen, die sich nicht ohne Weiteres mit der Einstellung der „besten Zeit“ abfinden wollten. So drang der Ruf zu uns, dem Schwebetal-Verlag, dieses Erbe anzutreten und die Zeitschrift weiterzuführen.

Der Verlag wurde im Jahr 2015 gegründet, von Menschen, die alle bereits über viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen der Medienwirtschaft Erfahrungen gesammelt hatten und sich nun mit überwiegend lokalen Projekten für die Stadt und die Region einsetzen. Ein Team von Kultur-Enthusiasten, die schon lange den Wunsch hegten, an einem Zeitungsprojekt dieser Art mitzuwirken. So fiel der Ruf auf fruchtbaren Boden und mit dem Segen von H. P. Nacke im Gepäck war schnell klar: Wir machen das! Dass wir das auch schaffen, dazu braucht es Hilfe von vielen Seiten – nicht zuletzt von Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, die wir für den Neustart der „besten Zeit“ begeistern möchten. Nur zusammen mit Ihnen wird es uns gelingen, „die beste Zeit“ in eine neue Zeit zu überführen.

Doch bevor das erste Heft in seiner neuen Form erscheinen konnte, waren wir zuallererst auf Inhalte angewiesen, die uns Redakteure und Fotografen zur Verfügung stellten. Es bereitet uns viel Freude und erfüllt uns mit Dankbarkeit, sowohl mit all denen zusammenzuarbeiten, die  bereits unter der Ägide von H. P. Nacke die Zeitschrift belebt haben, als auch mit einer Reihe von neuen Redakteuren und Beitragenden zu kooperieren. Die Kulturlandschaft im Bergischen Land ist sehr fruchtbar und so war es nicht allzu schwer, die passenden Themen für die erste Ausgabe zu finden. Etwa die wunderbare Tony Cragg-Retrospektive im Von der Heydt-Museum, die auch das Titelbild ziert; oder die Ausstellung „Plasters“ von einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts im Skulpturenpark Waldfrieden / Wuppertal, dem englischen Bildhauer und Zeichner Henry Moore. Wir danken Tony Cragg, der uns einen Text dazu zur Verfügung gestellt hat. Erwähnt sei auch der Beitrag über die fantastische Ausstellung zu Pina Bausch in der Bundeskunsthalle Bonn, die vor allem jene besuchen sollten, die schon immer einmal im Ensemble des Tanztheaters mittanzen wollten und hier, unter Anleitung von Tänzerinnen und Tänzern der Truppe, dazu die Gelegenheit haben. Oder das Geburtstagsständchen für Peter Brötzmann zu seinem 75., mit Fotografien von seinem letzten Konzert in Wuppertal, im Café ADA.

Die Herausforderung bei der Zusammenstellung der Zeitschrift war es denn auch nicht, genügend Themen für die Mai-Ausgabe zusammenzustellen, sondern bestand in der Auswahl dessen, welche Beiträge wir nicht mehr berücksichtigen konnten. Es war dabei auch weniger die Frage der Qualität eines Artikels als vielmehr die Anzahl der zur Verfügung stehenden Seiten ausschlaggebend. Aber es kommen ja, wenn Sie, verehrte Leserin und Leser es wünschen, noch ganz viele Ausgaben der „besten Zeit“ in den Handel. Vier Ausgaben pro Jahr sind geplant. Sie können sicher sein: Wir tun unser Bestes, um das Erbe H. P. Nackes, „die beste Zeit“, auch in Zukunft weiterzuführen. 

Wir wünschen Ihnen beim Lesen viel Vergnügen und hoffen, Ihnen zahlreiche Anregungen für den Besuch von Ausstellungen und Bühnen im Bergischen Land und darüber hinaus geben zu können. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören, und hoffen, weiterhin auf Ihr Interesse zählen zu können!

Willi Barczat, Rita Küster, Helmut Steidler und Juliane Steinbach.

Schwebetal Verlag Wuppertal
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